CoboCards: Von der Lernkartei zum Microlearning

Wer ein altes und bewährtes Verfahren mit sehr hohem Nutzwert ein wenig aufpeppen will, verpasst ihm eine schicke Bezeichnung in „International Business English“. Also: Das Lernen mit kleinen Wissensschnipseln auf Karteikarten ist zu altertümlich? Nennen wir es doch einfach „Microlearning“. Schon wirkt es wie eine frisch polierte App, die nur auf dem allerneuesten iPhone läuft.

Zu übertrieben ausgedrückt? Nur wenig, denn sonst hätte die Lernplattform Cobocards den gigantischen Erfolg, den sie eigentlich verdient hat. Sie bietet nämlich Microlearning in Perfektion, als Webservice und App, der eine Lernkartei nachbildet. Cobocards ist in erster Linie für den Einsatz mit dem Smartphone (Apps für iOS und Android sowie Webapp) gedacht.

students sitting in an amphitheaterZu der Plattform gehört außerdem eine Community, die eigene Lernkarteien zusammenstellt. Daneben gibt es eine große Zahl an geprüften Lernkarteien für alle möglichen Schulfächer sowie für Ausbildungen. Das Lernen in kleinen Häppchen ist vom Erfinder der Lernkartei in erster Linie für das Vokabellernen gestaltet worden – eine notwendige, aber von Lernenden eher ungeliebte Aufgabe.

Durch regelmäßiges Wiederholen einerseits und Aussortieren der richtig gemerkten Vokabeln andererseits entsteht ein deutlich sichtbarer Lernfortschritt. Der Stapel mit den gewussten Vokabeln wächst und sorgt für das gute Gefühl, Fortschritte zu machen. Das Prinzip lässt sich problemlos auch auf andere Wissensbereiche übertragen – sei es das Lernen von Formeln, Definitionen oder Fakten aller Art.

Den Entwicklern ist es gelungen, bei Cobocards alle Vorteile einer Lernkartei in die digitale Welt zu übertragen. So werden nur die nicht gewußten Karten beim nächsten Lernen erneut angezeigt. Wer also eine richtige Antwort gegeben hat, muss keine Zeit mit längst bekannten Dingen verschwenden. Doch die Lernkartei kann noch viel mehr: Die richtig gewussten Karten werden nach einiger Zeit erneut angezeigt, um das Wissen zu vertiefen und Lücken aufzudecken.

Cobocards erlaubt das Anlegen eigener Lernkarteien, in denen ein Wissensgebiet für das kleinteilige Microlearning aufbereitet wird. Bereits das Anlegen der Sammlung ist ein erster Lernschritt. Doch für einige Sprachen, Schulfächer und andere Wissensgebiete gibt es Angebote aus der Cobocards-Community, denn jede Lernkartei kann für andere Nutzer verfügbar gemacht werden – „Sharing“ im I-Jargon.

cobocards-1Das Unternehmen verfolgt ein Freemium-Modell, bei dem einige Basisfunktionen kostenlos sind. Der freie Service ist aber eher als Schnupperzugang gedacht, damit Interessenten die Eignung für den eigenen Lernstil erproben können. Wer ernsthaft mit der App arbeiten will, benötigt schon den Pro-Zugang, der zum Beispiel für sechs Monate 18 Euro kostet.

Die Lernkarteien anderer Nutzer sind kostenlos, werden aber von niemandem auf Richtigkeit überprüft – der Einsatz geschieht auf eigenes Risiko. Vor allem bei der Prüfungsvorbereitung für Abitur, Studium und Beruf ist jedoch ein geprüftes Angebot besser. Dafür bietet Cobocards kostenpflichtige Premium-Kartensätze. Wer zum Beispiel rasch und effizient die wichtigsten Fakten zu Bilanzierung oder Kostenrechnung lernen muss, der ist damit gut versorgt.

© Igor Mojzes – Fotolia.com

Microlearning is somewhat of a trend: On smartphones learners can use digital flashcards for learning languages, facts, definitions and other stuff. And cologne based company Cobocards is the right learning platform for this. It emulates the classic Leitner flashcard system and is also a community that puts together their own flashcards. There are also a large number of tested flashcards for all sorts of subjects as well as for training.

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