Mehr Parkplätze in der Stadt

Parken gehört in der Großstadt zu den weniger erfreulichen Dingen. Wer Pech hat, braucht für die Parkplatzsuche mehr Zeit als für die Anfahrt. Das nervt vor allem Leute, die in der Stadt arbeiten oder lernen müssen – morgens wollen halt alle dahin. Das Lustige an der Sache ist: Viele Städter fahren zu gleicher Zeit für ihren Job in eine andere Stadt oder auf’s Land und hinterlassen einen leeren Parkplatz.

Nicht selten ist das ein privater Stellplatz oder die Einfahrt zu einer Garage. Da wird viel Parkraum verschenkt, meinten die beiden Kölner Studenten Yasotharan Pakasathanan und Adalbert Rajc. Die nervende Situation hatten sie an der Uni direkt vor Augen: Seit dem Abriss des Parkdecks sind die registrierten Parkplätze zu 140% überlastet. Auf der anderen Seite sind da die Garageneinfahrten und Privatparkplätze rund um die Uni.

Die Studenten zählten etwa 500 solcher Leerplätze. Wenn die Besitzer die vermieten würden, wären die Parkplatzprobleme deutlich geringer. Für Pakasathanan und Rajc klang das nicht nur gut, es wirkte sogar wie die Grundlage für ein modernes, digitales Geschäftsmodell. Die beiden wurden Gründer und stampften das Startup Ampido aus dem Boden.

Die Webplattform ampido.com ist ein Marktplatz, auf dem private Parkplätze oder Garageneinfahrten stunden- oder tageweise vermietet werden können. Die Stellplatzvermieter geben auf der Website einfach die freien Zeiten sowie eine Gebühr ein und warten auf Interessenten. Die müssen allerdings nicht auf die Website gehen, sondern können ganz komfortabel eine Smartphone-App nutzen. Die App für iOS (Android ist geplant) zeigt nicht nur freie Parkplätze an, sondern ist auch das Abrechnungssystem für die Parkgebühr.

Im Prinzip ist damit auch eine kurzfristige Buchung vor Ort möglich. Die praktischste Lösung dürfte aber eine längerfristige Vorab-Buchung sein. Zur Zeit ist die App in Köln im Betatest und es gibt noch nicht so viele registrierte Parkplätze. Wenn sich ein solches System durchsetzt, kann es sicher auch außerhalb der Bürozeiten sinnvoll sein und zum Beispiel für einen entspannteren Konzertbesuch sorgen.

Bildquelle: Ampido

Parking in the city is annoying especially in Germanys compact urban space. Cologne is a typical example with really small streets in the inner city. The map shows clearly the latin and medieval roots of the street layout – rich history but poor parking.

Two young students, Yasotharan Pakasathanan and Adalbert Rajc, founded a startup to solve the lack of parking grounds with the means of the app economy. Ampido is an iPhone app for hiring and letting private parking grounds. Some people leave their parking ground in the morning and let some other people use it in the day.

Ampido acts as the broker and also as a payment service for parking charges. And it really works: The field test around the University of Cologne showed a growth of 500 parking places

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