Ruf doch mal an – aber verschlüsselt

tiptel_3130Abhörsichere Telefone. Maxwell Smart, James Bond, George Smiley, außerdem der Typ, dessen Tonbänder nach einmaligem Hören in Flammen aufgingen und Liebesgrüße aus Moskaus. Das ungefähr sind die Dinge, die einem einfallen, wenn es um abhörsichere Telefone geht.

Spätestens zur nächsten CeBIT können wir uns so etwas ins Haus liefern lassen. Vielleicht nicht gerade von Amazon, sondern eher vom Hersteller Tiptel aus Ratingen. Die bekannten flachen Tischtelefone mit den vielen Knöpfen und dem Display gibt es nämlich auch mit Verschlüsselung.

Sie basiert auf dem selben Prinzip wie die von SecuSmart aus Düsseldorf abhörsicher aufgerüsteten BlackBerrys. Wer mit einem solchen gesicherten Tiptel-Telefon jemanden anrufen will, muss erst einmal seine „Secusmart Security Card“ in den dafür vorgesehenen Schlitz des Telefon stecken und kann dann loslegen.

Die Karte sorgt direkt für Verschlüsselung und Authentifizierung der geführten Gespräche und schirmt den Telefonierer damit vor Lauschangriffen ab. Nach Auskunft des Herstellers bemerken die Nutzer dieser Telefone nichts von der zusätzlichen Sicherung. Bei solchen Telefongesprächen gibt es allerdings einen ganz wichtigen Punkt: Beide Gesprächspartner müssen eine Verschlüsselung einsetzen, damit die Verbindung wirklich gesichert ist.

Tiptel führt gleich zwei neue IP-Telefonie mit der SecuSmart-Technologie ein. Damit zielt der Hersteller auf größere Unternehmen, die ihre Telefonie über Nebenstellenanlagen mit Internettechnologie abwickeln – eine vermutlich sehr interessierte potentielle Zielgruppe. Denn die Nachfrage nach Telefonen mit Verschlüsselung steigt.

Bis vor einem Jahr waren es noch exotische Geräte, die höchstens von superwichtigen Regierungsbehörden eingesetzt wurden. Heute denken selbst Mittelständler über die Anschaffung eines halben oder ganzen Dutzends dieser Geräte nach. Sie wollen wichtige Leute und Zweigstellen, vor allem aber Patente, Betriebsgeheimnisse oder Prototypen vor Lauschern schützen.

Bei Kryptotelefonen für Festnetz und Mobilfunk handelt es sich – nicht zuletzt wegen des hohen Preises dieser Geräte – immer noch um einen Nischenmarkt. Unternehmen sind hier in technischer Hinsicht im Vorteil, denn oft ist auch noch die Anschaffung einer speziellen IT-Infrastruktur notwendig.

Kryptotelefone aus Deutschland gelten international als führend. Es gibt hier trotz der kleinen Zielgruppe insgesamt vier Unternehmen: Neben SecuSmart noch die Telekom, die Berliner Gesellschaft für sichere mobile Kommunikation sowie Rohde und Schwarz in München. Am umtriebigsten sind zurzeit die Düsseldorfer, denn parallel zur Tiptel-Kooperation hat SecuSmart auch eine Partnerschaft mit dem Berliner Hersteller snom aufgenommen, der den Bund für sein eigenes Bundessicherheitsnetz mit IP-Telefonen ausrüstet.

Bildquelle: © Marius Graf – Fotolia.com

Cryptophones made in Germany – international security experts rate them as leading in technology. One of the providers of crypto phones is SecuSmart from Düsseldorf. The small and young company made ​​only recently a stir: It produces the Merkel phone, a BlackBerry with true end-to-end encryption. Now, it partners with two German manufacturers of IP phones (Tiptel, snom) and supplies the companies with CryptoCards. Coming soon to a shop near you …

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