Schwieriger Weg in die papierlose Zukunft

Wer zu früh kommt, den bestraft das Leben (ebenfalls). Das Bonner Startup Doo musste das feststellen: Es wollte endlich die papierlose Zukunft verwirklichen, doch ganz so einfach war es dann doch nicht. Automatische Verschlagwortung mittels Texterkennung ist schwierig und die Etablierung eines neuen Speicherdienstes in der Cloud ist angesichts der gigantischen Konkurrenz ebenfalls keine leichte Sache.

Grundsätzlich war die erste Version von Doo eine Plattform zum Upload von bereits digitalen und via Scan digitalisierten Dokumenten. Ergänzt werden sollte dieser Dienst durch eine Art elektronischer Rechnungszustellung: Anstatt an den Briefkasten sollten Rechnungen von den Unternehmen digital an Doo gesendet werden, die es an die Anwender weiter gereicht hätten.

Das hat nicht funktioniert, weil Doo kaum Unternehmen von der Rechnungsidee überzeugen konnte und nicht sehr viele Anwender davon, eine weiteren Cloud-Festplatte zu nutzen. Wer überhaupt Dokumente oder Scans für den einfachen Zugriff online speichert, nutzt einen der bekannten Dienste wie Dropbox oder Evernote.

Auf diese Situation hat Doo reagiert und seinen Dienst angepasst. So versteht sich Doo nun als organisatorischer Aufsatz für andere Cloud-Dienste. Die Dokumente sollen nicht mehr nach Doo hochgeladen werden, sondern an den bevorzugten Dienst der Anwender. Dies gilt auch für Scans, die entweder am PC oder mit der Kamera des Smartphones in der Doo-App gemacht werden können.

Dabei werden aus Textdokumenten durchsuchbare PDFs erzeugt, die automatisch verschlagwortet werden. Dies geschieht auch mit den Dokumenten aus anderen Diensten. Außerdem gibt es Doo-Clients für Mac OS X und Windows 8, mit denen die Dokumente in lokalen Ordner bearbeitet werden. Ein Client für den Windows-Desktop (Windows 7/8) ist in der Planung und ein zahlungspflichtiger Premiumdienst ebenfalls.

Bildquelle: Doo

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